Der gelbe Weg           Durch das Henstedter  Moor zum Rande der eiszeitlichen Ablagerungen                    

ca 2 Stunden

Auch für den gelben Weg habe ich mal 2 Stunden Wegezeit eingeplant, was davon abhängig ist, welchen Weg man schließlich wählt, oder wie lange man sich an den einzelnen Stellen tatsächlich aufhält. Und zu gucken gibt es hier reichlich !!

Für Radfahrer ist dieser Weg nur bedingt geeignet. An einigen Stellen muss man das Rad schieben, und der Weg durch das Moor geht mit dem Rad gar nicht.

Zuerst folgen wir der Beschreibung des roten Weges, und zwar bis zur Asphaltstraße. Hier gehen wir nach links und folgen der Straße bis wir bei Togenkamp nach rechts, dort wo das kleine Reetdachhaus steht, in den Feldweg einbiegen.

Schade, dass wir jetzt auf einer Asphaltstraße gehen müssen, wo uns auch manches Mal Autos oder Rennradfahrer überholen, ...mag man denken. Aber gerade hier gibt es reichlich zu sehen: Eiszeitliche Findlinge, Wiesen und Kühe, und man muss schon reichlich  Pech haben, wenn man nicht links auf der Wiese den Bussard, Reiher und ähnliche stattliche Vögel beobachten kann.

Wir folgen dem Weg und haben links eine weiten Blick über Felder und Knicks. Hier lohnt es sich ein Fernglas dabei zu haben um, besonders in den frühen Morgenstunden, die Wildtiere zu beobachten.

Die nächste Bank ist unsere, immerhin sind wir schon über eine Stunde unterwegs und die Bank unter dem schattigen Baum lädt geradezu zur Rast ein. Hier müssen wir uns entscheiden:  Gehen wir den Weg nach meiner Beschreibungen links weiter, oder gehen wir geradeaus den schmalen Weg durch das Moor. Eine Abkürzung gibt es auch scharf rechts am Moor vorbei zum roten Weg. Bei Nässe und hohem Wasserstand im Moor holt man sich hier aber mit ziemlicher Sicherheit nasse Füße!

Meine Wegbeschreibung geht also weiter mit dem Weg nach links, immer am Rande der Felder entlang. Hier sollte man gezielt auf die Vegetation achten:  Rechts das Moor mit den überwiegenden Birkenwald, danach ein Wald mit Krüppelkiefern und Laubbäumen. Wir befinden uns hier am Rande der eiszeitlichen Gletscher die bis vor 20.000 Jahren dieses Gebiet mit ihren Ablagerungen geprägt haben. Hauptsächlich waren es Sandablagerungen. Größere Vorkommen werden heute in Richtung Norderstedt und Wilstedt abgebaut.

Dort, wo die Schmelzwasser der Gletscher wegen des tonhaltigen Untergrundes nicht ablaufen konnten, bildeten sich über tausenden von Jahren die Moore. Sehr schön kann man die Landschaftsstrukturen links des Wege, hinüber zum Brüderhof, erkennen. Wenn wir den Weg folgen kommen wir schließlich auf die Wilstedter Straße, die wir ein Stück nach rechts gehen, bis wir am Parkplatz an der Tennisanlage Alsterquelle wieder auf den roten Weg treffen.